Der Stadel als Archetypus ländlicher Gebäudeformen wird hier zitiert. Wir bedienen uns eines eingeschossigen Hallenbaues mit hohem offenen Dachstuhl. Diesen teilen wir in zwei Einheiten, die sich im leicht spitzen Winkel treffen und klassisch Grat und Kehle bilden.

Die Dachfirstlinie ist durchlaufend, die Traufkanten sind umlaufend. Diese Figur erhält eine gewisse Dynamik durch die ansteigende Firstlinie vom Ende des kleineren Baukörpers bis zum Schaugiebel des Stadels zur Straße hin, der wie ein Schutzdach über die Erweiterungsfläche davor kragt.

Wie geschliffene Prismen liegen die Gebäudekörper in der Landschaft. Die Dächer werden ebenso wie die Fassaden mit einer Lückenschalung aus Lärchenholz verkleidet.Die Öffnungen für Fenster verbergen sich hinter dem Lattenschirm, um den Gesamteindruck des hölzernen Stadels zu verstärken. Die Eingänge durch Türen und Tore sind klar als große Öffnungen in der Holzfassade ablesbar und lassen eine gute Orientierung zu.

Die Erschliessungsgänge und das Foyer erhalten eine schlichte, ungedämmte Glashülle auf filigraner Metallkonstruktion. Durch diese nimmt man die Holzfassade im Innern noch wahr – der Eindruck der durchlaufenden Fassade bleibt erhalten.

Objekttyp Dorfgemeinschaftshaus
Baumaßnahme Wettbewerb / Neubau
Standort Seligenporten, Deutschland
Planungs- und Bauzeit 2019
Leistungsphasen I
Auftraggeber öffentlich
Nettogeschossfläche
Bausumme
Besonderheit